IN DER HÖHLE
Im Inneren des Underground River: Was Sie tatsächlich sehen werden
Der Dom, die italienische Kammer, der Felsen „Gemüsemarkt“, die Fledermäuse, der Gezeitenfluss und das verborgene zweite Stockwerk – ein Führer zu den 45 Minuten im Dunkeln.
Underground-River-Touren auf GetYourGuide ansehen ↗Ein Boot ohne Motor
Das Erste, was Ihnen im Inneren auffällt, ist die Stille. Die Touristenboote werden von Hand gerudert, ohne Motor – sobald Sie die Höhlenmündung passiert haben, hören Sie nur noch das Eintauchen der Paddel, das Tropfen des Wassers von der Decke und das unablässige Zwitschern Tausender Fledermäuse und Salanganen über Ihnen. Es ist stockdunkel; der Bootsmann richtet einen Scheinwerfer, der Passagier vorn hält eine Lampe, und alles, was Sie sehen, ist das, was diese beiden Lichtkegel gerade einfangen. Das fühlt sich wirklich urtümlich an – näher am Höhlenwandern als an einer malerischen Bootsfahrt.
Die Kathedrale und die Kammer des Italieners
Der Weg mündet in eine Reihe gewaltiger Kammern. Die erste, „die Kathedrale“, ist ein aufragender Raum, in dem die Decke im Dunkel verschwindet und der Bootsmann traditionell auf einen Felsen hinweist, der der Heiligen Familie ähnelt. Tiefer hinein gelangt man in die Italienische Kammer – rund 360 Meter lang, mit Decken, die sechzig Meter erreichen, und gilt als einer der größten Höhlenräume der Erde. Sie ist so weitläufig, dass der Strahl deiner Lampe schlicht im Nichts verpufft, bevor er die gegenüberliegende Wand erreicht – was die Dimensionen eindrucksvoller vermittelt als jede Messung.
Der Gemüsemarkt und andere Formen
Ein Großteil der Erzählung stammt vom Bootsführer und dem Audioguide, die die Felsformationen benennen – und das Ganze stürzt sich fröhlich in Pareidolie: ein „Gemüsemarkt“ aus Stein-Mais, Pilzen und Karotten, ein Dinosaurierkopf, ein Pegasus, ein Jesusgesicht. Sie zu erkennen erfordert einiges an Vorstellungskraft, und genau das ist der eigentliche Charme – ein gemeinsames Spiel zwischen Ihnen, dem Guide und sechzig Millionen Jahren tropfendem Kalkstein. Erwarten Sie keinen Fotorealismus; erwarten Sie eine Geschichte, die in Stein erzählt wird.
Die Fledermäuse und die Gezeiten
Über Ihnen nisten neun Fledermausarten und zwei Arten von Salanganen – und sie sind unmöglich zu ignorieren: Sie sind die Quelle des ständigen Geräuschs, des Geruchs und des gelegentlichen Tropfens, bei dem man Ihnen dringend rät, den Mund geschlossen zu halten. Sie sind auch der Grund, warum die Höhle lebendig ist und nicht ein Museum. Und da ist noch eine zweite Besonderheit: Weil der Fluss ins Meer mündet, sind seine unteren Abschnitte von Gezeiten geprägt und brackig – ein Höhlenfluss, von dem man erwarten würde, dass er still und süß ist, atmet stattdessen sanft mit dem Ozean draußen.
Die Etage, die Sie nicht sehen
Die Standardtour führt durch die ersten etwa 1,5 Kilometer eines unterirdischen Flusses, der sich über mehr als vier Kilometer schiffbar erstreckt – eingebettet in ein Höhlensystem von mindestens 32 Kilometern Länge. Sie sehen also nur einen Bruchteil davon. Und 2010 entdeckten Forscher eine ganze zweite Ebene der Höhle, mit eigenen kleinen Wasserfällen, oberhalb der Route, die die Tourboote nehmen. Sie werden sie nicht besuchen, aber das Wissen, dass sie dort oben im Dunkeln liegt, unbeleuchtet und weitgehend ungesehen, ist ein Teil dessen, was diesem Ort seine Tiefe verleiht: Sie gleiten durch den zugänglichen Rand von etwas weit Größerem.
Noch unsicher, wann Sie auf Palawan sind?
Hinterlassen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und eine grobe Angabe, wann Sie auf Palawan sind – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, wie der Tag am Underground River abläuft, wie weit im Voraus Sie eine Genehmigung sichern sollten und welche Tour-Optionen was beinhalten.